Grabstein von András Cházár

Grabstein von András Cházár

Statue, Denkmal, Plakette

András Cházár Jólészi wurde 1754 in der Siedlung geboren und zählte als hochqualifizierter Jurist und unter anderem als Begründer der Gehörlosenbildung in Ungarn (1802, Königliches Nationalinstitut für Gehörlose in Vác) durch sein Wirken für das ungarische Volk und die Armen zu den bedeutendsten Persönlichkeiten. Aufgrund seiner kompromisslosen Haltung (er sprach sich dreimal gegen die Herrschaft Kaiser Josephs II. aus) geriet er am Ende seines Lebens in Vergessenheit und wurde beinahe vergessen. Seinem Willen entsprechend wurde er in dem Grabmal in Grulyavár bei Jólészi beigesetzt. Grulyavár diente ihm ursprünglich als Sommerresidenz und Kartoffelfarm, denn er war der erste bekannte Kartoffelbauer im Komitat Gömör, dessen Kartoffeln er während der Hungersnot an Bedürftige verteilte. Dankbar richtete die Nachwelt in seinem restaurierten Geburtshaus einen Gedenkraum ein, und vor dem Haus steht eine Büste von ihm. In Budapest tragen Straßen seinen Namen: Rozsnyó, Vác und Jólész. Der Grabstein vor seinem Geburtshaus, ein Werk des Holzschnitzers Béla Hlivák, wurde 1999 errichtet. András Császár (Jólész, 5. Juni 1745 – Rozsnyó, 28. Januar 1816): Jurist, Richter, Bezirksschreiber, Rechtsautor, Anwalt der Unterdrückten und Behinderten, engagierter Initiator der ersten ungarischen Sonderschule (das Gehörlosenhaus Vác, 1802). Autor zahlreicher veröffentlichter und unveröffentlichter juristischer Werke (in Latein und Deutsch).

Inschrift/Symbol:

1745 - 1816 / ANDRÁS CHÁZÁR // BÉLA HLIVÁK / 1999

Inventarnummer:

917

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Jólész