Büste von Gergely Czuczor
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Andódon Czuczor Gergely, geboren am 17. Dezember 1800, war Dichter, Sprachwissenschaftler, Wörterbuchautor und eine herausragende Persönlichkeit der ungarischen Romantik (gestorben am 9. September 1866 in Pest). Er verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Érsekújvár, wo er seine Schulbildung begann, und studierte anschließend in Nyitra, Esztergom, Bratislava und Győr. 1817 trat er gemeinsam mit Ányos Jedlik in den Benediktinerorden ein. Zwischen 1829 und 1835 war er Lehrer in Komárom, eine prägende Figur des intellektuellen Lebens der Stadt und gab Jahr für Jahr das Komárom-Kalendárium heraus. Bereits damals und von dort an begann er, vor János Erdélyi, Volksdichtung zu sammeln. 1835 zog er nach Pest, um als stellvertretender Sekretär der Ungarischen Gelehrtengesellschaft und seines Archivs zu arbeiten. Dort fand er einen fruchtbaren Boden für die Entfaltung seiner Dichtung und seiner wissenschaftlichen Arbeit. Viele seiner Gedichte wurden zu Volksliedern, sein gemeinsam mit János Fogarasi herausgegebenes akademisches Wörterbuch und seine linguistischen Werke gelten noch heute als Standardwerke. Die Statue von Gergely Czuczor sollte ursprünglich im Rahmen der Millenniumsfeierlichkeiten in Érsekújvár eingeweiht werden, doch da die Arbeiten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten, wurde sie erst am 17. Juni 1906 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag des Rákóczi-Unabhängigkeitskrieges zusammen mit der Kossut-Statue und drei Gedenktafeln für Rákóczi, Bercsényi und Bottyán enthüllt. Das Werk des Budapester Bildhauers Ernő Székely (1852–1928, geb. Weiss) wurde auf dem Promenadenplatz eingeweiht. Der Künstler selbst war bei der Zeremonie anwesend. Die Bronzebüste war 65 Zentimeter hoch und stand auf einem drei Meter hohen Granitsockel. Die Statue wurde aufgrund des Baus der katholischen Mädchenschule Simor János von ihrem ursprünglichen Standort entfernt. Sie wurde im Schulhof aufgestellt, wo sie bis 1945 stand. Dann ging sie verloren. Manche glauben, sie sei in einem Brunnen im Schulhof versteckt, doch niemand ist bisher davon überzeugt – obwohl es der Statue eine interessante Wendung geben würde!