Bodok-Volkstracht
Sonstige - andere
Die Bodoker Tracht gehört zum südöstlichen Teil der Zoboraljer Tracht. Charakteristisch waren die Frisuren der Frauen: ein Dutt an Wochentagen, ein weiterer Dutt an Feiertagen und der Brautkopfschmuck hieß Párta. Der alte Hirsch- oder ungarische Dutt wurde allmählich durch den Tótkonty ersetzt, der aus benachbarten slowakischen Dörfern übernommen wurde. Man unterschied verschiedene Arten von Leinenstoffen, z. B. Leinen, Bablonyos oder Rüschenhemden. Die Schultern und Ärmel der Hemden waren meist blau gewebt oder mit Faden- und Lochstickerei verziert, und an den Ärmelenden war Spitze angeschlagen. Über dem Hemd trugen die Frauen eine Weste, die in ganz Zoboralj Pruszlik genannt wurde, außer in Bodok, wo sie „Ubbony“ hieß. Es gab verschiedene Arten von Westen, z. B. einreihig, zweireihig, Győrögyi und Füles. Die Unterröcke wurden über dem Pandő und darüber dem Überrock getragen. Sogenannte Faltenbänder dienten dazu, die Hüften zu verbreitern. Eine Schürze, ein sogenanntes Kleid, wurde vor dem Rock getragen (Typen: Gyócs-, Tirangli-, Pestő-, Glottruha). Bei kaltem Wetter wurde über dem Oberteil eine warme Kacabajká oder ein sogenannter Vizitke getragen. Außerdem trugen die Frauen ein Kopftuch, an Wochentagen Hausschuhe und an Feiertagen Stiefel. Die Kleidung der Männer war einfacher: An Wochentagen trugen sie Leinenhosen, die mit einer Schürze oder einem Leinenhemd kombiniert werden konnten. Festliche Kleidung bestand aus Gyócsing, Lajbi, Hosen (Pun-Hosen oder Faltenhosen) und bei kaltem Wetter einem kurzen oder langen Mantel. Heute wird die Tracht hauptsächlich von Frauen getragen, jedoch nur zu besonderen Anlässen, z. B. Bei Auftritten von Folkloregruppen und festlichen Anlässen (kulturellen Veranstaltungen, besonderen kirchlichen Zeremonien usw.) tragen die Älteren jeden Sonntag die schlichtere, dunkle Tracht. Das Tragen der traditionellen Männerkleidung wurde 2018 von einer Gruppe junger Leute wiederbelebt, und die wichtigsten Teile wurden vor Ort gefertigt (Alfrédné Nagy Erzsébet Gyepes).