Bodok-Hochzeit
Sonstige - andere
Der traditionellste Moment im Leben eines Menschen. Ihm vorausging der Heiratsantrag der Braut, das Binden des Brautstraußes (aus Wintergrün aus dem Verbotenen Wald), das Zubereiten und Füllen von Kelengye, vor allem Dunnák, usw. Früher fand die Hochzeit an einem Dienstag statt, damit die Braut „schöner“ sei. Der Trauzeuge führte den Festzug, die sogenannte Dorozsba, an. Auch die Verwandten trugen zu den vielen Speisen und Kuchen bei, die gemeinsam in einem sogenannten Lagzis Sheet oder Pocitáskas getragen wurden. Die Trauung fand in der Kirche statt, und anschließend feierten die beiden Familien an zwei verschiedenen Orten. Darauf folgte ein weiterer, humorvoller Heiratsantrag im Elternhaus der Braut. Schließlich verabschiedete sich die Braut von ihren Eltern, und ihr Lied ist bis heute überliefert (Ilona Holec singt das traurige Lied, das mit „Ídesanyám rámvirradt jár az a nap…“ beginnt, oft bei Folkloreveranstaltungen). Den Rest des Abends verbrachten die beiden Familien gemeinsam. Es gab humorvolle Gedichte zum Servieren der einzelnen Gerichte (Suppe, Meerrettichfleisch, Wein usw.), deren Beschreibung und Text erhalten geblieben sind. Der Hauptgang des Abendessens war die sogenannte Lebersuppe. Besondere Momente waren der Müllerkuss, das Singen der „Canai-Hochzeit“, das Sammeln von „Kásapíz“ für die Köche, aber am charakteristischsten waren die fast endlosen humorvollen Streitereien, die sich in ganz Zoborala ausbreiteten. Um Mitternacht wurde der Schleier der Braut abgenommen und durch ein Brauttuch ersetzt. Die Brautgabe (Dunná) und andere Geschenke wurden erst nach dem Lagzi (mit dem charakteristischen Lied: Dunna, dunna, cifra dunna ...) ins Haus des Paares gebracht. Die Hochzeit in Alóbodok wurde in den 1970er Jahren auch vom slowakischen Fernsehen verewigt.