Bernad Heller

Bernad Heller

Sonstige - andere

* Nagybiccse, 16. März 1871 – † Budapest, 26. Februar 1943 / Orientalist, Literaturhistoriker, Volkskundler; 1894 wurde er zum Doktor der Geisteswissenschaften und 1896 zum Rabbiner ordiniert. Im selben Jahr erwarb er auch das Lehramt für die Sekundarstufe. Er war jüdischer Rabbiner und leitete von 1919 bis 1922 das Jüdische Gymnasium in Pest. Von 1931 bis 1935 lehrte er am Nationalen Rabbinerinstitut Ferenc József in Budapest. Sein vielseitiges, international bekanntes wissenschaftliches Werk umfasste Bibelstudien, die Erforschung hebräischer Märchen, die Untersuchung der islamischen Märchen-, Mythen- und Legendenwelt sowie die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen ungarischen Märchen und Volkserzählungen und die vergleichende Literaturgeschichte. Er verfasste die Geschichte der hebräischen und arabischen Märchen. Sein zusammenfassendes Werk „Das hebräische Märchen“ erschien erstmals 1921. Der reich illustrierte Band ist in zwei Teile gegliedert: Der erste Teil behandelt die östliche Entwicklung des hebräischen Märchens, von der Bibel über den Talmud und die Midrasch-Literatur bis hin zu den arabisch-jüdischen Legenden. Im zweiten Teil werden die westeuropäischen hebräischen Märchensammlungen vorgestellt, die eine enge Verbindung zu frühen lateinischen Werken und verschiedenen nationalen Literaturen aufweisen. Er war der Erste, der den mittelalterlichen arabischen Ritterroman um Antar bearbeitete und wichtige historische Daten für die ungarischen Märchen und die Erläuterung der Klassiker lieferte.

Inventarnummer:

12071

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Lándok