Bela Szoke

Bela Szoke

Sonstige - andere

* Malacka, 26. Februar 1913 – † Győr, 29. November 1961 / Archäologe, Museumsdirektor; Gymnasiallehrer; Nach dem Ersten Weltkrieg ließen sich seine Eltern in Érsekújvár nieder. Er schloss dort 1932 das Gymnasium ab. Von 1932 bis 1935 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Brünn, wechselte dann an die Comenius-Universität in Bratislava, wo er das Lehramt für Geschichte und Ungarisch erwarb, und beendete sein Studium schließlich 1940 an der Pázmány-Péter-Universität in Budapest. Ab 1940 war er Gymnasiallehrer, zunächst in Nagysurány und später in Érsekújvár. Bereits während seines Studiums gehörte er zu den Initiatoren der Gründung des Museums von Érsekújvár. Nach 1938 wurde in der Stadt das Forschungsinstitut der Kleinen Großen Tiefebene gegründet, das die Ergebnisse seiner archäologischen Ausgrabungen (Érsekújvár–Téglagyár, Bajcs–Ragonya, Naszvad–Anyala, Komját, Zsitvabesenyő, Pozsonyvezekény) veröffentlichte. 1946 ließ er sich in Ungarn nieder und promovierte 1948 an der Universität Szeged in Geisteswissenschaften. Von 1946 bis 1961 war er Mitarbeiter des Museums von Győr und später dessen Direktor. In dieser Funktion bereicherte er die frühmittelalterliche Archäologie, Siedlungsgeschichte und Ethnographie Transdanubiens und der Kleinen Großen Tiefebene um umfangreiches Wissen. Er engagierte sich zudem aktiv für den Ausbau der ungarisch-slowakischen Wissenschaftsbeziehungen. Eine schwere Lungenerkrankung hinderte ihn nicht an der Forschung, doch konnte ihm der Doktortitel der Geschichtswissenschaften erst posthum verliehen werden. Seine Hauptwerke: ; Gräber aus der Eroberungszeit in Naszvad, 1941; Gräber aus der Eroberungszeit in Pozsonyvezekény, 1944; Erinnerungen an die alte Fischereiindustrie in Érsekújvár, 1948; Kapitel aus der frühmittelalterlichen Geschichte von Győr, 1959; Archäologische Relikte der Ungarn der Eroberungs- und frühen Árpád-Zeit, 1962.

Inventarnummer:

12036

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Tornalja (Sajószárnya)