Statue von Béla Bartók
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Die Statue wurde 1992 anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Bárdos-Lajos-Chores auf dem Hauptplatz der Stadt errichtet. Sie wurde von György Lipcsey, einem Bildhauer aus Dunaszerdahely, geschaffen. Initiator der Errichtung war die Nagymegyer Organisation der Csemadok, die an die zwei Besuche Béla Bartóks in Nagymegyer im Jahr 1910 erinnerte. Das erste Mal Ende März 1910, während der Osterfeiertage, lernte er die Volksmusiktradition Nagymegyers kennen. Unterstützt wurde er dabei vom reformierten Pfarrer Sándor Fekets. Anfang November 1910 kam er gezielt nach Nagymegyer, um die dortigen Möglichkeiten zu nutzen, die er zuvor entdeckt hatte – diesmal im Zusammenhang mit einem Phonographen. Bartók hatte mit seiner Wahl für Nagymegyer ein gutes Händchen bewiesen. Er sammelte in der Siedlung 94 Melodien, die er größtenteils auf einem Phonographen aufnahm. Die Mehrheit der Volkslieder mit Texten, 18 Melodien, wurden 1924 in der Sammlung seiner Lieder „A magyar népdal“ veröffentlicht. Die Statue wurde am 24. Oktober 1992 von Béla Bartóks Sohn feierlich enthüllt. Nach der Errichtung der Statue wurde der Hauptplatz der Stadt nach Béla Bartók benannt. Diesen Ehrennamen übernahm am 15. März 2000 auch die ungarischsprachige Grundschule in Nagymegyer.