Baratosi Joseph, Weber

Baratosi Joseph, Weber

Sonstige - andere

* Losonc, 13. August 1909 – † Budapest, 15. Januar 1990 / Lehrer, Lehrbuchautor, Höhlenforscher; ; Er absolvierte seine Schulausbildung in Losonc, wo er sich als junger Schüler der Pfadfinderbewegung anschloss, deren Geist sein Leben lang prägend war. 1933 erwarb er an der Philosophischen Fakultät der Pázmány-Péter-Universität in Budapest das Lehramt für Naturgeschichte und Chemie und erhielt anschließend ein Stipendium am mineralogischen Institut der Universität. Im Dezember 1935 begann er seine Lehrtätigkeit am Gymnasium in Kispest. Ab 1941 unterrichtete er am Gymnasium in Werbőczy (heute Petőfi) und konnte 1945 den Abriss des stark baufälligen Gebäudes verhindern und dessen Wiederaufbau leiten. Er organisierte die Lebensmittelversorgung für Lehrer in Buda, die nach dem Krieg in Not geraten waren, und richtete Schulkantinen ein. Ab 1946 organisierte und leitete er am Gymnasium Petőfi eine Vorbereitungsabteilung für die Technische Universität sowie eine ganze Reihe von Lehrerfortbildungen. 1948 gründete er die Kinderpsychologische Station Buda, die er neben seiner Lehrtätigkeit viele Jahre lang leitete. 1951 wurde er Direktor der Chemisch-Technischen Schule. Er organisierte die einzige geologische Fachschule des Landes als eigenständige Sekundarschule, deren stellvertretender Direktor, Werkstattleiter und Fachbereichsleiter er bis zu seiner Pensionierung 1970 war. Er verfasste zwei Lehrbücher und veröffentlichte Artikel in pädagogischen Fachzeitschriften. Neben seiner Lehrtätigkeit engagierte er sich auch in der Höhlenforschung. Er organisierte den Bildungsausschuss der Ungarischen Karst- und Speläologischen Gesellschaft und veröffentlichte regelmäßig Artikel in deren Zeitschrift und Jahrbüchern. Zwei Jahrzehnte lang organisierte und leitete er die Präsentation des Speläologischen Museums in der Budaer Burghöhle. Ab den 1930er Jahren engagierte er sich auf nationaler Ebene in der ungarischen Pfadfinderbewegung und war einer der Organisatoren des 4. Weltpfadfindertreffens, das 1933 in Gödöllő stattfand. Er veröffentlichte zwei Bücher mit seinen Artikeln und populärwissenschaftlichen Schriften. 1941 gründete er die Monatszeitschrift „Diáknaptár“, die er viele Jahre lang herausgab. Seine Hauptwerke: Vizeink élvílága (In: Járjuk a vizet), 1941; Szeretem a természetét, 1943; Mosolyog az élet, 1943; Die Entstehung der Erde und die Entstehung von Kohlevorkommen, 1963; Chemie (Lehrbuch), 1966; Chemieübungen (Lehrbuch), 1966; Laborarbeit, 1966.

Inventarnummer:

11988

Sammlung:

Werte-Repository