Antal Marczibányi
Sonstige - andere
* Puhó, 28. Mai 1793 – † Pest, 13. Januar 1872 / Politiker, Lehnsherr, Mäzen, Mitglied des Vorstands der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (1863); letzter männlicher Nachkomme der Familie Marczibányi aus Puhó. Ab 1812 war er im Dienst des Komitats Trenčín (zuerst Richter, dann Oberrichter, Obersteuereintreiber, später Abgeordneter des Komitats und schließlich dessen Lehnsherr). Sein Denken war von Liberalismus und Antikonservatismus geprägt. Nach dem Scheitern der Ungarischen Revolution und des Unabhängigkeitskrieges von 1848/49 wurde er in Bratislava interniert und konnte sich schließlich mit einer Geldstrafe von 50.000 Forint freikaufen. Danach zog er sich aus der Politik zurück, blieb aber weiterhin an der Förderung nationaler Wissenschaft und ungarischer Literatur interessiert. Er wirkte auch als Mäzen. Er war bereits 1830 an der Gründung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften beteiligt und wurde später (im Januar 1863) in deren Vorstand gewählt. Er unterstützte die Ungarische Akademie der Wissenschaften mit beträchtlichen Geldsummen, ebenso die Marczibányi-Stiftung, die von seinem Onkel István Marczibányi (1752–1810) gegründet und ab 1847 von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften verwaltet wurde, sowie das Nationaltheater.