Das Lebenswerk von András Cházár, sein Geburtsort in Jólesz

Das Lebenswerk von András Cházár, sein Geburtsort in Jólesz

Gebäude, Struktur

Das bekannteste Gebäude in Jólesz. Es wurde vermutlich von der Familie Cházár mit Hilfe ihrer Adelsgüter erbaut, da es größer ist als die anderen Wohnhäuser. Die Größe des gesamten Grundstücks lässt sich heute nur schwer ermitteln, da das angrenzende Kulturzentrum ebenfalls viel Platz einnimmt und die Gärten zu einem separaten Säulengang gehören. Die Fassade des Gebäudes liegt an der Alsó-Straße, das Haus selbst erstreckt sich entlang des gesamten Innenhofs. Man betritt das Gebäude durch einen Säulengang, der sich an drei Seiten öffnet. Die Trennwände fehlen, aber anhand der Anordnung der Fenster lässt sich schließen, dass es ursprünglich vier gewölbte Räume gab. Die Räume gingen ineinander über, wie in den anderen Wohnhäusern. Als die Familie Cházár in Schulden geriet und schließlich ausstarb, kaufte der Vater von Graf Dénes Andrássy das Gebäude zurück und schenkte es der römisch-katholischen Schule. Später ließ seine Frau, Franciska Hablawecz Dénesné Andrássy, das Gebäude für 8.000 Kronen zu einem modernen Schulgebäude mit Klassenzimmer und Lehrerwohnung umbauen. Die Schule war nach dem Zweiten Weltkrieg noch viele Jahre in diesem Gebäude untergebracht. 1902 wurde anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Gehörlosenpädagogik eine Gedenktafel am Haus angebracht. Die Tafel befindet sich im ersten Fenster, das von der Straße aus sichtbar ist, und besteht aus schlichten, rosafarbenen Marmorplatten. Die 1990 gegründete András-Cházár-Stiftung renovierte das Geburtshaus und wandelte es in eine katholische Kirche um. Das Haus erhielt seine ursprüngliche Form zurück. Die eingestürzten Bögen wurden mit einer neuen Dachkonstruktion und einer dunkelbraunen Dacheindeckung versehen. Im nördlichen Teil des Gebäudes erhebt sich ein kleiner Glockenturm mit geschwungenem Dach. Hier hängt die neue Glocke. Das gesamte Gebäude verdeckt somit teilweise die Fassade des neu angebauten Kulturzentrums. Am 21. September 1995, dem 250. Geburtstag von András Cházár, wurden zwei neue Gedenktafeln aus grauem Marmor feierlich links neben der Tür im nördlichen Teil der Seitenwand am Eingang zum András-Cházár-Gedenkraum angebracht. András Cházár (Jólész, 5. Juni 1745 – Rozsnyó, 28. Januar 1816): Jurist, Richter, Kreisschreiber, Rechtsschriftsteller, Anwalt der Unterdrückten und Behinderten, engagierter Initiator der Gründung der ersten ungarischen Sonderschule (Gehörlosenschule in Vác, 1802). Autor zahlreicher veröffentlichter und unveröffentlichter juristischer Werke (in Latein und Deutsch).

Inschrift/Symbol:

Inschrift auf der Gedenktafel: IN DIESEM HAUS WURDE AM 2. JULI 1745 ANDRÁS CHÁZÁR JÓLESZI GEBOREN, DER DAS REPUBLIKANISCHE INSTITUT Vácz FÜR TAUBSTUMMIGE INITIATIVEN UND GRÜNDETE. / Zum hundertjährigen Jubiläum der Gründung der ungarischen Taubstummenbildung / wollten das Vácz-Institut und die gebildeten Taubstummen / in dankbarer Dankbarkeit sein Andenken mit einer Marmorplatte verewigen. / Am 21. Oktober 1902. / Er war den Menschen ein größerer und besserer Freund, als die Menschen ihm. / Vince Jablonszky / In Budapest

Inventarnummer:

919

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Jólész