Alte Friedhofsgrabsteine
Sonstige - andere
Den Kirchenbesuchsakten des 18. Jahrhunderts zufolge erstreckte sich der Friedhof um die Kirche herum, was durch Knochenfunde im 20. Jahrhundert (z. B. bei der Erweiterung der Sakristei, den Ausgrabungen der Fundamente des nahegelegenen Schulgartens usw.) belegt wird. Später verschwanden die alten Gräber in unmittelbarer Nähe der Kirche, und der Friedhof dehnte sich nach Norden in das Gebiet des ehemaligen Gutes Fehér aus. Das große Friedhofskreuz wurde 1795 vom Dorfrichter Albert Gyöpós errichtet und am 10. Mai 1796 vom Kanoniker von Nyitra, Antal Saffarovich, geweiht. Das beschädigte Kreuz wurde 1834 von László Gyepes wiederaufgerichtet und 1881 von János Gyepes restauriert. Heute ist es in gutem Zustand, und viele Menschen zünden am Vorabend von Allerseelen Kerzen davor an. In der hinteren Ecke des Friedhofs befand sich das sogenannte Krankenhaus, in dem Cholera- und andere schwer ansteckende Patienten beerdigt wurden. Später lagerten dort die Ausrüstungsgegenstände der Totengräber. Die Totengräber waren Einheimische. Viele alte Grabsteine sind bis heute erhalten geblieben, hauptsächlich aus Stein, seltener aus Holz. Die Holzelemente wurden mit einem herzförmigen Nagel aus Schmiedeeisen verbunden. Daneben gibt es schlichtere Familiengrabsteine, die vollständig aus Eisen gegossen sind. Kein Priester oder anderer Würdenträger ruht auf dem Friedhof, aber fast alle bedeutenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens des Dorfes sind hier begraben. So wie Alfréd Gyepes, ein beliebter, früh verstorbener stellvertretender Bürgermeister, Erzsébet Gyepes, eine engagierte Bürgerin und kulturbegeisterte Kindergärtnerin, Mihály Karasz Jr. und Sr., die zu den letzten bekannten Flötenspielern von Zoboralja gehörten (ihr Hirtenstab, Dudelsackkopf und ihre Zither, die zu ihrem Hirtenvermächtnis zählen, werden im örtlichen Museum von Zoboralja aufbewahrt), Mária Balkóné Elgyütt, die Tochter des letzten Dudelsackspielers von Zsér, und viele andere. Der Friedhof ist von Baumreihen gesäumt, die in naher Zukunft durch neue Bäume ersetzt werden sollen. Jeder Baum soll die Erinnerung an eine alteingesessene Familie aus Bodok bewahren.