Alte Bögen

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Sonstige - andere

Hajlok (Substantiv) -ot, -a (alt) Schutzraum. In Hetény werden die Gebäude der Weinkellerreihe Hajloks genannt. Es gibt drei Erklärungen für diesen Namen: - Wein wurde so verehrt, dass man beim Betreten des Kellers den Kopf senken musste, sich vor dem Wein verneigen musste. - Aufgrund der besseren Wärmedämmung waren die Türen der Weinkeller niedrig, sodass sich jeder, der eintreten wollte, verbeugen musste, daher der Name Hajlok. - Der Keller ist der Schutzraum des Weins. Die Hajloks hatten üblicherweise Walmwände. Walmhäuser wurden aus Holz gebaut, die Seitenwände aus Schilf geflochten und mit Lehm verputzt. Wände und Dach wurden von Säulen getragen, die an den Ecken und in der Mitte standen. Das Dach des Trinkhauses war überdacht, und der Zugang zum Dach erfolgte über eine Leiter vom Kelterhaus aus. Das Untergeschoss war entweder flach und schräg, oder die Treppe bestand aus Stein oder Ziegeln. Die Kelterpresse („Sutyu“) und alle Anbaugeräte wurden im Kelterhaus aufbewahrt. Im Keller befanden sich die Fässer und der Käsekeller, „levó“. Damit wurde der Wein in die Fässer gefüllt. Im Trinkzimmer standen ein Tisch, eine Bank, ein Stuhl und möglicherweise ein Etagenbett. Im inneren Fenster über dem Tisch standen die Gläser und der Weinkrug. In Anzeigen rund um Nitra stießen wir auf den Ausdruck „hailok“, wo er als slowakischer Ausdruck verwendet wird: „...predám viničnú chatu - hailok...“. Deshalb wünschen wir uns, dass nicht nur das Wort, sondern auch seine Bedeutung in ungarischen Gemeinschaften erhalten bleibt.

Inventarnummer:

13769

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Hetény