Alfred Grosz
Sonstige - andere
* Késmárk, 25. August 1885 – † Késmárk, 1. März 1973 / Lehrer, Bergsteiger, Tatra-Forscher; Sein Vater, Ernő Grósz (1833–1900), war Direktor des Gymnasiums in Késmárk. Sein Sohn machte dort 1903 sein Abitur, studierte anschließend an der Landwirtschaftsakademie in Košice und der Rechtsakademie in Prešov und bewirtschaftete nebenbei den elterlichen Weinberg in Tokaj. Um Gymnasiallehrer zu werden, erwarb er 1911 in Budapest die Qualifikation zum Sportlehrer. Bis zum Ersten Weltkrieg unterrichtete er am Gymnasium in Jászberény. Er kämpfte während des Krieges, setzte seine Lehrtätigkeit in Jászberény fort und kehrte 1919 in seine Heimatstadt zurück, wo er zwei Jahre lang als Buchhalter in der örtlichen Stickerei arbeitete. Zwischen 1922 und 1944 arbeitete er als Sportlehrer am Deutschen Lyzeum in Keszthely. Von 1945 bis 1947 unterrichtete er am Slowakischen Gymnasium in Igló und von 1947 bis 1949 in Keszthely, bevor er in den Ruhestand ging. Er war einer der bedeutendsten Tatra-Bergsteiger und bestieg als Erster viele Gipfel. Oft begleitete er auch seine Schüler und Bergsteiger aus weiter entfernten Gebieten auf ihren Touren. Zusammen mit dem Lehrer Lajos Rokfalusy (Lőcse, 24. Oktober 1887 – Salgótarján, 27. April 1974) bildete er das berühmte Spiš-Trio, das zahlreiche gemeinsame Felsklettertouren unternahm. Er leitete regelmäßig Bergrettungsübungen und Vorträge, hielt die Schönheit der Tatra in zahlreichen Fotografien fest und veröffentlichte Artikel zur Geschichte des Tatra-Tourismus in den ungarischen und deutschen Zeitschriften „Turistaság és Alpinizmus“ und „Turisták Lapja“. Seine Schriften erschienen auch in den Jahrbüchern des Ungarischen Karpatenvereins. Darüber hinaus verfasste er mehrere Auftragsbücher, von denen einige unvollendet blieben (z. B. „Daten zur historischen Entwicklung des Langlaufs in der Slowakei“, 1955; „Die Geschichte der Feuerwehr Keszmárk“; „Die Geschichte des Ärztevereins in Cipszer“ – zusammen mit László Tóth). 1961 erschien in Stuttgart sein Werk „Die Hohe Tatra“. Sein Buch „Geschichte des Ungarischen Karpatenvereins, Erzählungen aus der Hohen Tatra“ wurde 1971 in München veröffentlicht.