Aladar Buzagh

Aladar Buzagh

Sonstige - andere

* Derencsény, 6. Juli 1895 – † Budapest, 20. Januar 1962 / Kolloidchemiker, Universitätsprofessor, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften; 1918 schloss er sein Studium der Chemieingenieurwissenschaften an der Technischen Universität Budapest ab und promovierte 1921 an der Technischen Universität Budapest in Geisteswissenschaften. Von 1926 bis 1927 forschte er am Leipziger Institut Wilhelm Ostwalds auf dem Gebiet der Kolloidchemie. Später vertiefte er seine Kenntnisse in diesem Bereich an weiteren Forschungsinstituten in Deutschland. Von 1933 bis 1940 war er Assistenzprofessor am Institut für Chemie II der Technischen Universität Budapest, während des Zweiten Weltkriegs außerordentlicher Professor für Kolloidchemie, später ordentlicher Professor, und von 1950 bis zu seinem Tod Professor am Lehrstuhl für Kolloidchemie. Er gilt als Begründer der ungarischen Kolloidchemie. Seine Forschung konzentrierte sich vor allem auf die Untersuchung von Peptisierungsprozessen. Daraus entwickelte er 1929 die Ostwald-Buzágh-Sedimentationsregel sowie das Ostwald-Buzágh-Kontinuitätsprinzip, das die in dispersen Systemen auftretenden Kräfte und die Stabilität von Solen charakterisiert. Er untersuchte auch die Struktur der elektrischen Doppelschicht. Die Ungarische Akademie der Wissenschaften wählte ihn 1936 zum korrespondierenden und 1946 zum ordentlichen Mitglied. Für seine Arbeiten erhielt er 1949 und 1954 den Kossuth-Preis. Seine Hauptwerke: Die wissenschaftliche Bedeutung der Kolloide (1931), Kolloidsysteme (1937), Kolloidika I-II (1946–1952), Ein Kolloidpraktikum (1954).

Inventarnummer:

11439

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Beretke