Tibor Ágs Gedenkraum in Nagymegyer
Landhaus, Handwerkshaus
Im Jahr 2014 wurde in Zusammenarbeit mit der Ethnographischen Abteilung und dem Institut für Musikwissenschaft der Ungarischen Akademie der Künste das Programm „Saubere Quellensiedlung“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Programms verleiht die Ungarische Akademie der Künste jährlich vier Siedlungen den Titel „Saubere Quellensiedlung“. Der Titel „Saubere Quellensiedlung“ und die dazugehörige Gedenktafel wurden der Stadt Csallóköz – der zweiten Siedlung jenseits der Grenze nach Gyergyóditró in Siebenbürgen – vom Institut für Musikwissenschaft, dem Ethnographischen Museum, dem Haus der Traditionen und der Ethnographischen Abteilung der Ungarischen Akademie der Künste im Rahmen des 2014 gestarteten Programms „Saubere Quellensiedlung“ verliehen. Die Gedenktafel wurde am 7. Mai 2016 vor dem Treffen des Chors Tibor Ág enthüllt. Nach der Enthüllung der Gedenktafel wurde der Tibor-Ág-Gedenkraum im städtischen Kulturzentrum eingeweiht. Die von der Familie gestifteten Objekte und Werkzeuge sind fast lebensgroße Nachbildungen von Tibor Ágs Arbeitszimmer. Nach den Begrüßungsworten von Vizebürgermeister Dénes Mikóczy bei der Einweihungszeremonie dankte Dr. Katalin Lázár, Senior Fellow am Institut für Musikwissenschaft der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, der Stadt für die Arbeit, die Nagymegyer bei der Bewahrung der von Bartók gesammelten Volkslieder und allgemein im Bereich der Traditionspflege leistet: „Wir möchten diese Hilfe erwidern.“ Bürgermeister Sámuel Lojkovič betonte, dass man stolz auf die Auszeichnung sei, die der Titel und die Gedenktafel symbolisieren, und dass ihr ein würdiger Platz an der Wand des Kulturhauses eingeräumt werde, da dieses unter anderem die Bárdos-Lajos-Fakultät beherbergt. Hier befindet sich auch der Tibor-Ág-Gedenkraum, der in einem lange ungenutzten Raum des Kulturzentrums in Anwesenheit von Tibor Ágs Tochter Zsóka und seinem Sohn Zoltán eröffnet wurde. Beide brachten ihre Dankbarkeit dafür zum Ausdruck, dass das Andenken an ihren Vater auf diese Weise gewürdigt wird. Das Arbeitszimmer des Volksmusikforschers und Dirigenten, der vor drei Jahren verstarb, wurde dorthin verlegt.